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Finanzbildung beginnt im Alltag: Fünf Tipps, wie Jugendliche Schulden vermeiden können

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Julia Bernhard
Public Relations DACH

pr-dach@coeo-group.ai

Online-Shopping, Streaming-Abos und flexible Zahlungsmodelle machen das Geldausgeben heute einfacher denn je. Gleichzeitig steigt das Risiko, den Überblick über die eigenen Finanzen zu verlieren. In einem Interview mit der NÖN erklärt coeo-Geschäftsführer Christian Giehler, wie junge Menschen frühzeitig finanzielle Kompetenz entwickeln und Schulden vorbeugen können.

Die Digitalisierung hat das Konsumverhalten nachhaltig verändert. Produkte sind jederzeit verfügbar, Kaufentscheidungen werden oft innerhalb weniger Sekunden getroffen und Zahlungsmodelle wie „Buy now, pay later“ schaffen zusätzliche Flexibilität. Gerade für Jugendliche und junge Erwachsene entstehen dadurch jedoch neue Herausforderungen im Umgang mit Geld.

Konsumdruck durch soziale Medien erkennen

Plattformen wie TikTok oder Instagram prägen die Kaufentscheidungen vieler junger Menschen. Trends, Produktempfehlungen und Influencer-Marketing erzeugen häufig den Eindruck, bestimmte Produkte besitzen zu müssen, um dazuzugehören.

„Wir sehen täglich, dass viele Jugendliche gar nicht mehr unterscheiden zwischen ‚ich brauche das wirklich‘ und ‚ich will dazugehören‘. Genau da entstehen die ersten kleinen Schulden, die sich später summieren“, erklärt Christian Giehler.

Eine einfache, aber wirkungsvolle Methode: Vor größeren Anschaffungen mindestens 24 Stunden Bedenkzeit einplanen. Oft verliert der ursprüngliche Kaufimpuls in dieser Zeit an Bedeutung.

Flexible Zahlungsmodelle verantwortungsvoll nutzen

Zahlungsangebote wie Ratenkauf oder spätere Bezahlung bieten Komfort und finanziellen Spielraum. Gleichzeitig bergen sie die Gefahr, den Überblick über offene Verpflichtungen zu verlieren.

„Buy now, pay later kann ein praktisches Werkzeug sein, ist aber kein Gratisgeld. Wer die Zahlungsziele kennt und einhält, profitiert von der Flexibilität – wer den Überblick verliert, riskiert unnötige Mahnkosten“, so Giehler.

Wichtig ist daher, offene Zahlungen systematisch zu dokumentieren und vor jedem Kauf zu prüfen, ob die erforderlichen Mittel zum Fälligkeitstermin tatsächlich verfügbar sind.

Eigene Ausgaben regelmäßig überprüfen

Viele kleine Ausgaben bleiben im Alltag oft unbemerkt. Lieferdienste, In-App-Käufe, Gaming-Angebote oder Streaming-Dienste wirken einzeln gering, können in Summe jedoch erhebliche Kosten verursachen.

Digitale Haushaltsbücher und moderne Banking-Apps helfen dabei, Ausgaben transparent darzustellen und Einsparpotenziale sichtbar zu machen.

„Viele junge Menschen sind beim ersten Blick auf die monatlichen Ausgaben für Essenslieferungen oder In-App-Käufe ehrlich überrascht. Allein das Sichtbarmachen ist oft schon der erste Schritt aus dem finanziellen Blindflug“, erläutert Giehler.

Abonnements regelmäßig hinterfragen

Ob Streaming-Dienste, Fitness-Apps oder Cloud-Speicher – viele laufende Abonnements werden kaum wahrgenommen, obwohl sie regelmäßig Kosten verursachen.

coeo empfiehlt, mindestens einmal pro Quartal alle aktiven Abonnements zu überprüfen und nicht genutzte Dienste konsequent zu kündigen. Dies stärkt das Bewusstsein für laufende Ausgaben und schafft zusätzliche finanzielle Spielräume.

Offen über Geld sprechen

Finanzielle Bildung beginnt häufig im familiären Umfeld. Ein offener Austausch über Einnahmen, Ausgaben, Verträge und finanzielle Verantwortung kann jungen Menschen helfen, spätere Schwierigkeiten zu vermeiden.

„In unseren Inkasso-Verfahren sehen wir regelmäßig junge Erwachsene, die das erste Mal in ihrem Leben mit einer offenen Forderung konfrontiert sind – und aus reiner Unsicherheit nicht reagieren. Das macht alles nur schlimmer“, warnt Giehler.

Deshalb empfiehlt coeo Eltern, finanzielle Themen frühzeitig anzusprechen und gemeinsam mit ihren Kindern einen verantwortungsvollen Umgang mit Geld zu entwickeln.

Finanzielle Kompetenz als wichtige Zukunftsressource

Für coeo steht fest: Finanzbildung ist eine zentrale Voraussetzung für wirtschaftliche Selbstständigkeit und langfristige finanzielle Sicherheit. Wer früh lernt, bewusste Konsumentscheidungen zu treffen, Ausgaben im Blick zu behalten und offen über Geld zu sprechen, schafft die Grundlage für einen verantwortungsvollen Umgang mit den eigenen Finanzen.

Das vollständige Interview mit Christian Giehler erschien in den Niederösterreichischen Nachrichten (NÖN).

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